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Ratgeber

Sonja Wunderlin, Naturärztin
Praxis am Laufenplatz 148, 5080 Laufenburg, Tel. 062 874 00 16

Romeo und Julia – Alte Liebe entrosten
Alte Liebe rostet nicht, sagt man so einfach. – Romeo trifft auf Julia. Am Anfang ist alles aufregend, schön, neu. Es gibt viel zu entdecken am neuen Gegenüber. Man verabredet sich voller Spannung. Alles lässt der Romeo für seine Julia stehen und liegen.
20 Jahre später. Romeo beklagt sich, sie sei nur noch mit den Kindern beschäftigt und er komme zu kurz. Julia fühlt sich nicht mehr wertgeschätzt und gesehen als Frau oder wünscht sich, es wäre irgendwie mehr wie früher. Sie haben sich noch lieb, alles ist gut eingespielt und es funktioniert und doch holt sie ganz schleichend der Alltag ein. Vielleicht harzt es plötzlich am Respekt oder einer verliert den Humor.
Anstatt das Handtuch zu werfen gib es verschiedene lustvolle Möglichkeiten, die langjährige Beziehung zu pflegen und sich wieder aufeinander zuzubewegen. Eine schöne Massnahme, die ich sehr schätze, möchte ich hier kurz vorstellen.
Es geht dabei darum, wieder bewusst und achtsam Zeit zusammen zu verbringen, so genannte «Liebestage» oder «Liebeszeit» einzurichten. Das Paar beschliesst einen Abend pro Woche bzw. einen oder zwei Tage im Monat, an welchem sie sich regelmässig treffen. Die ausgemachten Zeiten werden in der Agenda reserviert. Nicht die Menge, sondern die Qualität des Zusammenseins ist im Fokus. Für diese Zeit denkt sich abwechslungsweise jeweils Romeo oder Julia etwas Schönes aus und überrascht den anderen, beide können sich vorfreuen.

Dabei gibt es einige Regeln, die gemeinsam besiegelt werden:
• Geht das abgemachte Datum einmal nicht, wird ein Ersatztag festgelegt. Die Daten werden zeitig fixiert, so dass sich jeder darauf einstellen und sich vorfreuen kann.
• Zweisamkeit ist angesagt, das heisst, keine Drittperson ist mit dabei. Die Zeit wird nicht in einer Gruppe verbracht.
• Die Zeit wird nicht mit Konsum alleine verbracht (Fernsehschauen zu zweit zählt nicht)
• Die Partner beschäftigen sich jeweils aktiv mit ihrem Gegenüber
• Beide verhalten sich achtsam und respektvoll
• Mobiles Telefon und andere Medien bleiben ausgeschaltet

Ideen für gemeinsame Aktivitäten
• Gegenseitige Handmassage
• Berührungszeit
• Ein Picknick im Grünen oder ein Essen zu zweit
• Ein Brettspiel spielen
• Sich sagen, was einem am anderen gefällt
• Zusammen ein Glas Wein geniessen
• Gemeinsam ein feines Menü kochen
• Gemeinsam Sport treiben (Velofahren, Schwimmen, Vitaparcours, Joggen, Rollschuhfahren...)
• Eine frühere gemeinsame Aktivität wieder aufgreifen
• alte Fotos zusammen anschauen, Erinnerungen austauschen

Verrücktere Ideen für Mutige
• Zusammen in die Kletterhalle
• Sich blind oder rückwärts durch die Stadt oder die Natur führen
• Sich gegenseitig abzeichnen
• Kopfmassage
• Ein Nachtspaziergang, dazu Geschichten erfinden

Ich wünsche Ihnen spannende Erfahrungen und viel Liebe. Auf dass alte Liebe nicht rosten möge!

Begleitung für Paare / Fragen:
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.sonjawunderlin.ch

 

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lic. iur. Daniel Ordás, Advokat
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
Salinenstrasse 25, 4133 Pratteln, Tel. 061 823 03 03
Bahnhofstrasse 92, 5000 Aarau, Tel. 062 393 03 03
www.advokatur-trias.ch

Was ist Scamming? Der Internetbetrug

Warum gibt es Scamming?
Jeder hat schon mal davon geträumt, dass ein reicher, unbekannter Grossonkel aus Amerika ihm ein Vermögen hinterlässt, dass eine grosse spanische Lotterie ihn zum Millionär macht, dass eine Bank ihm unbekannte Vermögen zuspricht, dass ein Prinz oder Präsident ihm einen kleinen Gefallen mit einem grossen Geschenk verdankt, dass er der Einzige ist, der erfährt, dass es ein grosses Schloss für kleines Geld zu kaufen gibt, oder auch nur, dass er von einem Insidergeschäft erfährt, das ihn reich macht. Die Gedanken sind frei und die Träume sind kostenlos. Aber der Glaube an die Träume kann sehr teuer werden. Die Illusion von Gratis-Geld, Lotteriegewinne ohne ein Los zu kaufen und grosse Vermögen mit wenig Aufwand sind der Köder des organisierten Scammingbetrugs.

Wie funktioniert Scamming?
Scamming ist im Ursprung nichts Illegales. Eine Person oder Gruppe verschickt Mails oder Briefe, mittlerweile auch Whatsapp-Nachrichten, SMS oder Privatnachrichten in den sozialen Medien wie Facebook, Twitter oder Instagramm, in welchen sie eine oft kuriose Geschichte erzählten Zum Glück funktionieren in den aller meisten Fällen die Spam-Filter und der gesunde Menschenverstand. Milliarden von solchen Nachrichten, Angeboten und «freudigen Mitteilungen» werden täglich weggeklickt, gelöscht oder direkt im Spam entsorgt.
Das ist aber für die Scammer kein Problem, denn Scamming ist billig. Einen fantasievollen Text an tausende von Lesern oder Usern zu verschicken, kostet fast nichts. Natürlich muss man sich erst die Adressen besorgen, aber diese werden legal und illegal für wenig Geld gehandelt, sortiert nach Regionen, Geschlecht, Bildungsgrad, Wiederholungsopfer und zum Teil nach noch viel präziseren Differenzierungen.
Erst, wenn der Adressat antwortet und den ersten Teil der Geschichte glaubt, fängt das strafrechtlich relevante Geschehen an. Meist wird nicht sofort Geld verlangt, sondern Vertrauen aufgebaut. Das Storytelling ist die Basis, mit welcher das Vertrauen der Opfer gewonnen wird. Der unglaubliche Glücksfall, sei es eine Erbschaft, ein Glückspielgewinn oder auch nur ein fantastisches Geschäftsangebot, wird erklärt, begründet und plausibilisiert. Oft fängt dann ein Verwirrspiel an, bei dem man an Experten verwiesen wird oder andere Akteure involviert werden. In unserer Tätigkeit als Anwälte sehen wir verschiedene Vorgehensweisen.
Ein grosses Geschäft hängt nur von einer kleinen Transaktion ab, welche der Empfänger tätigen muss und ihn dann prozentual am Gewinn beteiligt. – Eine Erbschaft braucht eine physische Person im Land des Adressaten und dafür sollen Gebühren für Notare oder Behörden vorgeschossen werden. – Eine Rechnung muss beglichen werden, damit ein grosser Betrag freigegeben werden kann.

Scamming-Maschen
Der Einfallsreichtum solcher Internetbetrüger ist relativ gross. Im Nachhinein erkennen die Opfer oft, wie plump und offensichtlich die Lügen waren. Auch das kann Teil der Masche sein. Oft ist es den Opfern peinlich, dass sie auf so simple Geschichten reingefallen sind und sie verzichten auf eine Anzeige, besonders wenn zu erwarten ist, dass das Geld ohnehin verloren ist und eine strafrechtliche Untersuchung im Sand verlaufen wird.
In vielen Fällen verlangen die Täter nur relativ kleine Beträge, einerseits sind dann die Hemmschwellen geringer, anderseits wird das Opfer dann auch weniger Aufwand betreiben, um seinem Geld nachzurennen. Wenn absehbar ist, dass die Anwaltskosten höher werden als der verlorene Betrag, schreiben die meisten Betrugsopfer ihren Verlust als Lehrgeld ab. Solche Fälle lohnen sich für die Betrüger, da Kleinvieh auch Mist macht und der Aufwand sehr gering ist.
In anderen Fällen wird lieber mit grossen Beträgen gearbeitet. Dies erhöht den Eindruck der Seriosität und der speziellen Gelegenheit. Hier ist naturgemäss die Erfolgsquote geringer, was aber die Hintermänner wenig interessiert, da sie ja kaum Kosten haben und ein paar wenige Glückstreffer schon einen grossen Erlös ergeben. Hier kommt es immer wieder vor, dass mit kompliziertem Fachvokabular hantiert wird und teilweise auf real existierende Ereignisse aus den Medien verwiesen wird. Das Opfer wird zum Partner und oft zieht es aufgrund der Verlockung noch andere Freunde, Bekannte und Verwandte mit in den Strudel.
Grundsätzlich kann man bei fast allen Maschen sagen, dass sie im Nachhinein geradezu offensichtlich unglaubwürdig erscheinen. Das englische Sprichwort «there’s no lunch for free» (frei: es gibt nichts umsonst) trifft eigentlich immer zu. Wenn Sie an keinem Gewinnspiel teilgenommen haben, werden Sie auch nicht gewinnen. Wenn Sie einen schwerreichen Verwandten hätten, wüssten Sie das wahrscheinlich. Wenn jemand ein Bombengeschäft hat und eine enorme, sichere Rendite erwirtschaften kann, dann würde er kaum einen Unbekannten übers Internet daran beteiligen und wenn einer Zugang zu riesigen Beträgen hat, dann braucht er wohl kaum einen kleinen Zustupf von Ihnen, um an diese zu gelangen.

Was ist Scamming im Schweizer Recht?
Landläufig wird von Internetbetrug gesprochen, doch juristisch deckt sich die Definition des Betrugs nicht immer mit der Verwendung im Volksmund. Das Scamming selbst ist kein eigener Straftatbestand in der Schweiz. Unser Strafgesetzbuch kennt in diesem Zusammenhang nur den Betrug. Natürlich können im Verlauf des Scammings auch weitere Delikte hinzukommen, wie etwa unbefugtes Eindringen in ein Datenverarbeitungssystem, betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage, aber auch Nötigung, Drohung oder gar Erpressung.
Die häufigste Straftat im Zusammenhang mit dem Scamming ist aber mit Sicherheit der Betrug. Doch nicht alles, was wir als Betrug empfinden, ist auch rechtlich als solcher zu taxieren und strafbar. Das Delikt des Betrugs gliedert sich in einen objektiven und einen subjektiven Tatbestand. Wörtlich sagt Artikel 146 Absatz 1 des Strafgesetzbuchs: «Wer in der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig irreführt oder ihn in einem Irrtum arglistig bestärkt und so den Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen andern am Vermögen schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft.» Das heisst, dass das Opfer sich selbst oder einen anderen «freiwillig» entreichert. Es tut dies nicht aus Versehen oder unter Zwang, sondern nur, weil es sich in einem Irrtum befindet. Dieser Irrtum muss dadurch entstanden sein oder bestärkt werden, dass der andere ihm Tatsachen vorspiegelt oder unterdrückt, die das Opfer etwas Falsches annehmen lassen. Die Täuschung muss arglistig sein, das heisst, dass der Täter raffiniert vorgehen und ein schwer durchschaubares Lügengebäude erstellen muss. Nicht jede Lüge reicht aus, um den Tatbestand des Betrugs zu erfüllen. Zu guter Letzt muss der Täter in der Absicht handeln, sich oder einen anderen unrechtmässig zu bereichern.
Scammingfälle haben verschiedene Tücken. Einerseits gibt es wahrscheinlich eine sehr hohe Dunkelziffer, die nie zur Anzeige gebracht wird, da sich die Opfer schämen oder der Schaden zu geringfügig ist, anderseits sind alle Internetdelikte in der Regel sehr komplex und international vernetzt, so dass die Ermittlungsaussichten gering sind. Daneben ergeben sich aber auch rein juristische Fragen, wie etwa das Opfermitverschulden. Hier muss das Gericht sich fragen, wie leichtgläubig man sein darf und wo die Grenze zwischen einer plumpen Lüge und einem raffinierten Lügengebäude verläuft. Immer mehr kommt es zu Fällen, in denen die Opfer zu Mittätern, Gehilfen oder allenfalls willenlosen Werkzeugen werden, sei es, dass sie selbst dazu beitragen, dass andere Leute Geld verlieren, oder aber, dass ihr Name, ihr Ruf oder ihr Bankkonto missbraucht werden, um andere zu schädigen.

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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Soll ich jetzt noch neu investieren?
Wann die Märkte zuoberst und zuunterst sind, das weiss man immer erst im Nachhinein. Den richtigen Zeitpunkt zu finden, ist eine Kunst, welche fast niemandem gelingt oder zumindest nicht permanent. Also empfehle ich, sich auf andere Grundsätze zu konzentrieren: 1. Eine vernünftige Streuung/Diversifikation der Anlagen. 2. Gestaffelter Einstieg. 3. Auf Kosten der Anlagen achten. Teure Produkte sind oftmals nicht einfach besser. 4. Nicht nur in Modethemen investieren. Wenn etwas im Fokus steht, ist oft schon ein grosser Teil des Anstiegs durch. 5. Auf die Bewertung achten. Eine günstige Bewertung ist absolut kein Erfolgsgarant. Sehr teuer bewertete Aktien können aber oft ihr Wachstum früher oder später nicht mehr halten und es gibt Enttäuschungen. 6. In Übertreibungsphasen nach oben vorsichtiger werden und in Phasen mit grossem Pessimismus nicht nur das Negative sehen und mehr Mut zeigen.
Aus meiner Sicht befinden wir uns schon eine längere Zeit eher in einer solchen Phase. Selbst negative Nachrichten werden positiv ausgelegt. Das ist ein typisches Zeichen, dass Märkte überhitzen. Aktien seien «alternativlos» usw. liest man fast täglich. Soll ich also noch neu investieren?
Ja, aber sehr zurückhaltend. Zuerst müssen wir uns wieder bewusst sein, dass fast jeder von uns bereits via AHV und PK viel Geld in Anlagen hat und die Altersrente also recht stark von deren Rendite abhängt. Dann würde ich auch meinen Zeithorizont anschauen. Wenn ich auf dieses Anlagegeld sehr lange nicht angewiesen bin oder mich ein Teilverlust nicht in finanzielle Probleme bringt, dann darf ich sicher einen Teil anlegen. Fragen Sie sich aber auch, ob Sie bei einem Wertverlust von zB. 25 % noch ruhig schlafen können? Wenn Ihnen Ihre Finanzanlagen den Schlaf rauben, dann schalten Sie 1, 2 Gänge tiefer und investieren mit weniger Risiko.
Tönt alles einfach, ist es aber aus meiner Sicht im Moment nicht. Im Moment ist ohne oder mit wenig Risiko nichts zu holen. Ob sich das eingegangene Risiko aber dann mal richtig auszahlt, wird man erst in der Zukunft sehen. Ein Kater nach einer langen Party ist ok. Es sollte einfach kein Debakel geben.

Achtet auf den Mittelstand
Nach dem zweiten Weltkrieg gab es ein Wirtschaftswachstum sondergleichen, welches im Westen einen breiten Mittelstand hervorbrachte, welcher sich immer mehr leisten konnte. Genau dieser Mittelstand ist aus meiner Sicht auch ein sehr wichtiger Pfeiler der Demokratie. Im Moment habe ich etwas Angst, dass dieser schleichend, aber kontinuierlich geschwächt wird. Für sozial Schwache haben wir x Fangnetze und die Superreichen sind so reich und flexibel, dass sie sich immer wieder anpassen können, wenn sie wollen. Nicht erst mit Corona wird die Demokratie wieder mehr zurückgedrängt und die Freiheit eingeschränkt. Auch die finanziellen Möglichkeiten verschlechtern sich schleichend und fast unbemerkt. Wir bräuchten wieder Politiker und Zentralbanker mit Weitsicht und Blick fürs Ganze. Weder neue Subventionen noch weitere Fangnetze nach unten bringen dem Mittelstand wirklich etwas. Auch immer neue Schulden (auch wenn sie aktuell fast gratis sind) schwächen längerfristig den Mittelstand. Das endgültige Aus für den Mittelstand wäre eine länger andauernde hohe Inflation.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an
oder rufen unter 062 871 66 96 an.

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Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch 

Auge (Folge 5)
Spezielle Aspekte bezogen auf eine Schwangerschaft und Stillzeit
Während dieser Zeit sind alle Aufnahmemöglichkeiten von Medikamenten in den mütterlichen Organismus auf eine mögliche Weitergabe und eventuelle Schädigung des Kindes zu überprüfen. Nach dem Contergan-Skandal ist die Welt auf dieses Problem aufmerksam geworden. Auch Augentropfen können über die Bindehaut und die Tränenwegs-Schleimhaut Wirkstoffe in den Körper einbringen. Vorsicht ist bei der Anwendung von bestimmten Wirkstoffgruppen (bestimmte Antibiotika, Virostatika Glaukom-Mittel oder stark wirkenden Parasympatholytika) geboten. Darum ist es wichtig auch den Augenarzt von einer bestehenden oder möglichen Schwangerschaft bzw. Stillzeit zu informieren! Während der Stillzeit sind alle Stoffe gefährlich die lipophil sind. Sie können in die Muttermilch übergehen.

Gerstenkorn lat. Hordeolum
Es ist eines der häufigsten Augenbeschwerden. Es bildet sich am oberen oder unteren Lidrand und ist eine Entzündung der Drüsen. Es ist äusserst unangenehm, aber in der Regel harmlos und heilt meist von allein ab. Da es sich in der Regel um eine bakterielle (Staphylokokken) Infek­tion handelt, kann es übertragen werden. Das heisst, man sollte es möglichst nicht oder nur mit gewaschenen Händen berühren und nicht manipulieren, nicht versuchen es «auszudrücken».
Als Risikofaktoren gelten ein geschwächtes Immunsystem u.a. auch durch Erkrankungen oder das Alter. Kinder sind anfälliger dafür. Sie reiben öfters die Augen. Gerstenkörner kommen auch häufiger in Verbindung mit Akne vor. Auch können häufige Gerstenkörner auf einen Diabetes (Zuckerkrankheit) hinweisen.
Vorbeugend wirken eine gute Hygiene (nicht mit ungewaschenen Händen Augen reiben) und die Augen «pflegen». Über eine gute Lidrandhygiene informieren wir Sie gerne. Wie bei allen Erkrankungen ist ein gutes Immunsystem der beste Schutz. Es gilt immer dasselbe: gesunde, abwechslungsreiche Ernährung, genügend Bewegung und genügend Schlaf, um die wichtigsten Punkte kurz anzusprechen.
Behandlung: am besten abwarten. Wie bereits geschrieben heilt es meist von selbst ab. Man kann es mit trockener Wärme z.B. via Rotlichtlampe behandeln. Das geschlossene Auge wird dreimal täglich je 10 Minuten mit der Rotlicht-Lampe bestrahlt. Diesen Effekt wird auch mit Auflegen eines trockenen warmen «Cold&Hot-Pack» erreicht. Die Wärme fördert die Durchblutung, das Gerstenkorn öffnet sich schneller, sodass der Eiter ablaufen kann. Feuchte Wärme wird von den Augen­ärzten nicht mehr empfohlen. (Kompressen mit Schwarztee wärmen zwar gut, können aber auch ein Verschleppen der Erreger durch das Aufweichen der Haut begünstigen; und bitte keine Anwendung von Kamillenkompressen wegen der Allergiegefahr.) Des Weiteren können Sie rezeptfrei in der Apotheke (pflanzliche, homöopathische, entzündungshemmende) Augentropfen und Augensalben zur unterstützenden Anwendung kaufen. Kontaktlinsenträger müssen während dieser Zeit besonders vorsichtig sein und sollten am besten eine Brille tragen. In seltenen Fällen dauert die Entzündung an und es ist ein Eingriff (chirurgisch und/oder medikamentös) durch den Augenarzt erforderlich.

Hagelkorn lat. Chalazion
Es ist eine (harmlose, chronisch-granulomatöse) Entzündung der Meibom Drüsen, hervorgerufen durch eine Verstopfung des Ausführungsganges. Die schmerzfreie, nicht verschiebbare Schwellung in der Tiefe des Lides verschwindet entweder von selbst oder kann operativ vom Augenarzt entfernt werden. Die Meibom-Drüsen «fetten» die Oberfläche des Auges und helfen die Verdunstung der wässrigen Schicht, die das Auge feucht hält, zu erhalten. Wir werden darauf im nächsten Ratgeber «Trockene Augen» darauf näher eingehen.
Bleiben Sie gesund
Ihr Team der Vinzenz Apotheke

Für Fragen sind wir immer für Sie da.
Lassen Sie sich von uns beraten: vinzenz apotheke – eine quelle der gesundheit

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Christoph Zehnder,  eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Reaktionen auf meinen letzten Ratgeber-Artikel
Ich hatte selten so viele Reaktionen auf einen Ratgeber-Artikel wie auf den letzten vor drei Wochen. Ich hatte darin die explodierenden Staatsschulden und deren Finanzierung durch die Zentralbanken angesprochen. Offenbar stört die unverblümte Schuldenmonetarisierung erstaunlich viele interessierte und kritische Bürger. Ich sage «erstaunlich», nicht weil ich denke, das sei unbedeutend oder unwichtig, sondern weil ich denke, Geldpolitik sei für die meisten Leute eher abstrakt und nicht ihr drängendstes Problem. Ich finde es sehr erfreulich, dass sich dennoch viele Leute kritisch zu den immer massloseren Massnahmen der Staaten und Zentralbanken äussern. Die daraus drohenden Probleme bauen sich zwar nur langsam auf, sie beginnen sich aber langsam zu zeigen.
US-Inflation
Vorletzte Woche sind die Juli-Daten zur Konsumentenpreisinflation in den USA publiziert worden. Nach drei Monaten mit immer höheren Raten trafen sie diesen Monat die angehobenen Erwartungen ziemlich präzis. Die Kerninflation lag bei +4,2%, die gesamte Konsumgüterinfla­tion bei +5,4%. Die Beschwichtigungen der Zentralbanker, dass alles nur halb so schlimm sei und eh nur temporär, scheinen die Aktienmärkte weiterhin zu glauben.
Ein Kommentar dazu von Briefing.com (ein langjähriger, professioneller Marktanalyst): «Es gibt es nicht oft, dass der Aktienmarkt Trost findet in einem Konsumgüterpreisindex, der anzeigt, dass die Konsumgüterpreise ‹nur› 5,4% gegenüber dem Vorjahr anstiegen. Wie auch immer, genau dies passierte.» Sollte die Inflation länger auf diesem Niveau bleiben oder gar noch ansteigen, wäre das schlecht für Lohnempfänger und Mittelstand. Spätestens, wenn die Zentralbanken sich dazu gezwungen fühlen, ihren Fuss vom Gaspedal zu nehmen, wäre auch mit Turbulenzen an den Aktienmärkten zu rechnen. Unsere Einschätzung zum amerikanischen Aktienmarkt bleibt negativ.
Leonteq
Leonteq steht aktuell bei 58 Franken oder etwa 60% im Plus gegenüber dem Jahresanfang. Ich habe letztmals im Februar etwas zum Anbieter von strukturierten Produkten geschrieben (ist auch auf unserer Homepage zu finden). Wer damals noch keine Gewinne mitgenommen hat, kann das jetzt mit schönem Gewinn tun. Unsere langfristige Einschätzung zu Leonteq bleibt positiv, weshalb wir nicht mit der ganzen Position aussteigen. Das erste Halbjahr zeigte absoluten Rekord, das zweite Halbjahr dürfte erfahrungsgemäss etwas schwächer sein. Einige neue Partnerschaften wurden bekannt gegeben, was längerfristig zu steigendem Umsatz führen dürfte und die Bewertung, gemessen am aktuellen Gewinn, ist noch nicht teuer.
Gold
Wie oben erwähnt, scheint der Aktienmarkt davon auszugehen, dass die Zinsen trotz hoher Inflation tief bleiben und die Zentralbanken weiterhin Liquidität in die Märkte drücken. Ein anderes Szenario scheint der Goldpreis anzuzeigen. Er geht seit einem guten Jahr eher seitwärts/runter, obwohl die Inflation angestiegen ist und die Zinsen tief sind. Negative Realzinsen (Zins minus Inflation) sollten an sich eher positiv für die Goldpreisentwicklung sein. Der Goldpreis scheint somit davon auszugehen, dass entweder die Inflation bald deutlich sinkt und/oder die Zinsen anziehen werden. Wer eine tiefe Aktienquote hat und nicht auf einen deutlichen Rücksetzer warten will, könnte deshalb ein Auge auf Gold werfen. Wir kaufen derzeit bei gewissen Kunden den Goldminen-ETF mit Kürzel GDX. Der originale GDX handelt in USD und ist sehr liquide. Es gibt auch einen an der SIX gehandelten GDX in CHF, der in normalen Zeiten ansprechend liquid ist. Bei Fragen dazu melden Sie sich einfach bei uns.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an oder rufen an unter Tel. 062 871 93 57.

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Margrit Schmidlin
lic. phil. Fachpsychologin für Psychotherapie FSP
Oekum. Paarberatung Bezirke Brugg Laufenburg Rheinfelden
www.oekberatung.ch

Liebe braucht Disziplin
Es tönt zunächst paradox, dass Liebe Disziplin erfordern soll, denn Liebe bedeutet Gefühle und in der Liebe will und soll man doch sich selber sein, sich fallen lassen können und ehrlich, offen und ungeschminkt sagen können, was man denkt und fühlt. Oder etwa nicht?
Gerade in der Liebesbeziehung gilt es allerdings auch, Rücksicht zu nehmen, die eigenen Interessen auch einmal hintenanzustellen, dem/der Anderen zuliebe einmal etwas zu tun, was ich alleine nicht machen würde, und nicht immer alles zu sagen, was man denkt, um das Gegenüber nicht unnötig zu verletzen; das bedeutet häufig, seine Emotionen im Griff zu behalten.
Dieses Dilemma zwischen Gefühlen, Offenheit und Zurückhaltung, Disziplin zeigt sich besonders bei Konflikten. Konflikte treten in jeder Beziehung auf, weil es zum Beispiel verschiedene Bedürfnisse gibt (der Eine will dies, die Andere will das), wenn unterschiedliche Ansichten bestehen (ich finde dies toll, du findest es langweilig) oder bei erlebten Verletzungen.
Natürlich ist es wichtig, dass in einer Beziehung offen über die eigenen Sichtweisen und Gefühle gesprochen werden kann, doch manchmal ist es vielleicht auch im Interesse der Beziehung sinnvoller zu schweigen. Es muss nicht immer alles gesagt werden, was gedacht wird und in jedem Fall gilt:« c’est le ton, qui fait la musique». Das heisst, dass man seine Gefühle und Verletzungen zwar ausdrücken und ausdiskutieren soll/kann, dass man dabei aber seine Emotionen soweit im Griff haben sollte, dass die Diskussion doch fair und respektvoll bleibt. Die meisten Verletzungen geschehen ohnehin unbewusst und ohne Absicht und sicherlich muss Jede/r in einer Beziehung auch vieles einstecken und verzeihen können. Wichtig ist, dass ich ausdrücken kann, was mich bewegt und dass der Partner/ die Partnerin meine Sichtweise akzeptiert. Dabei sollte es nicht um richtig oder falsch gehen, sondern darum, anzuerkennen, dass es verschiedene Meinungen und Betrachtungsweisen gibt und dass das Gegenüber mich nicht weniger liebt, nur weil ich eine andere Meinung oder andere Bedürfnisse habe. Wichtig ist auch zu akzeptieren, dass es Phasen gibt, wo man sich einander näher fühlt, und Zeiten, wo dies weniger der Fall ist.
Liebe ist ein partnerschaftliches Geben und Nehmen, eine Balance zwischen Hingabe und Autonomie, zwischen Nähe und Distanz. Liebe ist nicht nur ein starkes Gefühl, es ist auch eine Entscheidung. In einer Liebesbeziehung sollen deshalb sowohl Gefühle als auch der Verstand zum Tragen kommen. Doch diese Balance immer wieder für sich und miteinander zu suchen und zu finden, bedeutet Arbeit, bedeutet Disziplin. Denn diese Ausgewogenheit ist keine Konstante, die sich einmal eingestellt hat und sich nicht mehr verändert, sondern es ist ein fragiles Kontinuum, das sich immer wieder neu einpendeln muss.
Jede/r kann mit Verstand und Willen daran arbeiten, die Gefühle der Liebe zu erhalten, immer wieder zu finden und zu nähren. Die Liebe ihrerseits hilft dabei, dass ich mich bemühe, der Liebe mit meinem Verstand Sorge zu tragen..

Fragen richten Sie gerne an:
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.oekberatung.ch

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lic. iur. Roman M. Hänggi, Rechtsanwalt
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
Salinenstrasse 25, 4133 Pratteln, Tel. 061 823 03 03
Bahnhofstrasse 92, 5000 Aarau, Tel. 062 393 03 03
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Zu hohe und breite Grünhecken
Welche Grundeigentümerin kennt das Problem nicht? Die Grünhecke der Nachbarin ist viel zu hoch und wächst auf das eigene Grundstück. Muss die Grundeigentümerin dies dulden? Kann sie die Nachbarin zum Rückschnitt auffordern oder gar selbst Hand anlegen und wie geht sie am besten vor?
Im Kanton Aargau ist im Einführungsgesetz zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch geregelt, dass Grünhecken in Bauzonen maximal 1,8 Meter hoch sein dürfen und so geschnitten werden müssen, dass sie nicht über die Grenze wachsen.
Anspruch auf Rückschnitt
Die Eigentümerin der Grünhecke trifft eine Rückschneidepflicht, sprich sie ist verpflichtet, die Pflanzen, welche die kantonalen Abstandsvorschriften verletzen, zu beseitigen oder so unter Schere zu halten, dass die Vorschriften eingehalten sind. Der Rückschnitt von Pflanzen auf das erlaubte Mass kann zu jeder Jahreszeit und unter Umständen auch mehrmals pro Jahr verlangt werden. Bei der Durchsetzung des Anspruchs ist die natürliche Vegetationszeit, sprich derjenige Zeitraum des Jahres, in dem die Pflanzen der Grünhecke wachsen und blühen, wenn möglich zu berücksichtigen. Die Nachbarin kann aber selbst dann auf ein Zurückschneiden bestehen, wenn die Pflanze dadurch Schaden erleidet oder abstirbt. Der Anspruch auf Rückschnitt ist zudem unverjährbar.
Die Grundeigentümerin ist nach Vorankündigung berechtigt, Nachbargrundstücke zu betreten oder vorübergehend zu benützen, wenn dies erforderlich ist, um auf dem eigenen Grundstück Pflanzungen zu unterhalten oder zu beseitigen.
Messweise
Die Höhe von Pflanzen wird grundsätzlich vom Fuss der Pflanze, sprich da, wo sie aus dem Boden austritt, bis zum obersten Punkt der Pflanze (Pflanzenspitze) gemessen. Dies gestaltet sich insbesondere im geneigten Gelände oder bei Niveauunterschieden schwierig und ist oft fehlerbehaftet. Zur Klärung, ob eine Grünhecke zu breit ist und auf das Nachbargrundstück überragt, wird ab Heckenrand gemessen, was bedeutet, dass bei einer Hecke der von der Grenze am nächsten gelegene Trieb zu messen ist. Die Eigentümerin kann die grenznahen Triebe entfernen, um den Grenzabstand zu vergrössern.
Klage beim Gericht
Steht aufgrund der Messungen fest, dass die Grünhecke höher als 1,8 Meter ist oder über die Grenze wächst, so steht der betroffenen Nachbarin ein Anspruch auf Rückschnitt der Grünhecke zu. Stellt die Eigentümerin trotz mündlicher oder schriftlicher Aufforderung die rechtmässige Situation nicht her, kann die Nachbarin ihren Anspruch auf Rückschnitt gerichtlich durchsetzen (eine Beseitigung von Pflanzen auf dem Nachbargrundstück mittels Selbsthilfe ist unzulässig.) Prozesse belasten jedoch die nachbarrechtliche Beziehung lange und schwer. Es empfiehlt sich daher, mit der Nachbarin vorgängig das Gespräch zu suchen. Ist keine aussergerichtliche Lösung möglich, muss eine Klage bei der Friedensrichterin eingereicht werden. Kommt unter den Nachbarinnen vor der Friedensrichterin keine Einigung zustande, kann innert drei Monaten Klage beim Bezirksgericht am Wohnort der Parteien erhoben werden.
Kapprecht
Die Nachbarin darf Äste zurückschneiden (kappen), wenn sie über die Grenze ragen, ihr Eigentum schädigen oder erheblich beeinträchtigen und die Eigentümerin trotz Aufforderung zum Rückschnitt innert angemessener Frist die Schädigung bzw. Beeinträchtigung nicht behebt. Dabei dürfen aber nur die Äste entfernt werden, die zur Beseitigung der Beeinträchtigung notwendig sind und die Nachbarin darf sie allerhöchstens bis zur Grundstücksgrenze zurückschneiden. Die kappende Nachbarin hat dabei keinen Anspruch auf Ersatz ihrer Auslagen. Ist die Kappung also mit Kosten verbunden, muss sie auf die Kappung verzichten und stattdessen die Beseitigung der überhängenden Äste mit einer gerichtlichen Klage verlangen.
Sofern Sie nicht genau wissen, ob Sie die auf Ihr Grundstück überragenden Äste kappen dürfen und wie Sie am besten vorgehen sollen, empfehlen wir Ihnen, eine Anwältin zu kontaktieren und um Rat zu fragen, bevor Sie selbst zur Gartenschere greifen.

Schriftliche Fragen richten Sie bitte an:
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Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch 

Auge (Folge 4)
Augenerkrankungen, Augenbeschwerden = Richtiges Anwenden
Richtige Anwendung von Augentropfen und Salben
Primär müssen sie streng hygienisch gehandhabt werden (Hände vor dem Applizieren waschen) und alle möglichen Reize wie Hitze oder Augenreiben sind zu meiden.
- Die Aufbewahrungsvorschriften und Aufbrauchfristen sind genau zu befolgen (sonst kippt man sich z.B. eine geballte Ladung Mikroorganismen in ein bereits «krankes» Auge).
- Pro Anwendung wird üblicherweise nur 1 Tropfen oder ein Salbenstrang von ½ bis 1 cm in den Bindehautsack des zu behandelnden Auges appliziert. Das Unterlid wird leicht heruntergezogen, ein Tropfen eingeträufelt, dann das Auge geschlossen und einige Sekunden hin und her bewegt. Bei Kindern können die Tropfen auch im Liegen auf das geschlossene Auge in den Innenwinkel geträufelt werden. Anschliessend muss das Kind das Auge öffnen, um die Flüssigkeit im Auge zu verteilen. Bei Bedarf ist eine Checkliste bei uns in der Apotheke erhältlich.
- Die Verweildauer von Augentropfen im Auge kann verlängert werden z.B. durch Unterdrücken des Lidschlages oder durch Abdrücken des Tränenpünktchens. (Das Auge ist mit der Nase verbunden und das Zuviel an Augenwasser wird unter anderem in die Nase abgeleitet). Darum läuft uns beim Weinen auch immer die Nase, «man heult Rotz und Wasser». Dieses Tränenpünktchen befindet sich im inneren Augenwinkel (an der Nase) direkt unter dem Lid.
- Bei der Anwendung dürfen der Tropfeinsatz oder die Tubenspitze nicht mit den Händen oder dem Auge in Berührung kommen. Die Produkte müssen sofort wieder verschlossen werden.
- Beim Verabreichen von mehreren Augentropfen-Präparaten müssen zwischen den Anwendungen mindestens 10 min. liegen.
- Kontaktlinsen sind vor dem Einbringen von Tropfen normalerweise zu entfernen und mind. ¼ bis ½ Stunde nach dem Einbringen nicht einzusetzen. Bei speziellen Präparaten gelten die Vorschriften, die in der Packungsbeilage erwähnt sind.
- Manchmal werden nach der Anwendung störende Begleiterscheinungen beobachtet wie: Augenbrennen, Geschmacks- oder Sehstörungen. Wenn sie zu intensiv sind oder zu lange andauern, sollte der Rat einer Fachperson eingeholt werden.
- Diverse Allgemeinerkrankungen können Auswirkungen auf die Augen haben. Am bekanntesten ist die Retinopathie bei Diabetes (man hat ständig einen zu hohen Blutzuckerspiegel). Sie ist gekennzeichnet durch eine Verschlechterung des Sehvermögens hin bis zur Erblindung. Ihr Hausarzt wird Ihnen bei diesen Erkrankungen zu einer regelmässigen Augenuntersuchung raten. Es ist wichtig, dass Sie das regelmässig tun, nur so kann eine weitere Verschlechterung Ihres Gesundheitszustandes vermieden werden.
Bleiben Sie gesund
Ihr Team der Vinzenz Apotheke

Für Fragen sind wir immer für Sie da.
Lassen Sie sich von uns beraten: vinzenz apotheke – eine quelle der gesundheit

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Die Flora der Frau. Foto: Sonja Wunderlin

Sonja Wunderlin, Naturärztin
Praxis am Laufenplatz 148, 5080 Laufenburg, Tel. 062 874 00 16

Die Flora der Frau
Es beisst, es juckt, es brennt…
Die natürliche Bakterien-Flora von Vagina und Vulva kann durch Veränderung des «Klimas» von Körper und Seele ins Ungleichgewicht kommen. Man spricht dabei vom vaginalen Ökosystem. Kritische Phasen sind hormonelle Umbruchphasen in der Pubertät, Schwangerschaft und Geburt oder während des Klimakteriums sowie bei Wechsel des Sexualpartners oder nach Antibiosen.
Die sogenannten «Döderlein-Bakterien», welche bei Frauen im fruchtbaren Alter zur gesunden Scheidenflora gehören, fühlen sich gestört und können das saure Millieu in der Vagina nicht aufrechterhalten. In der Folge breiten sich gerne Pilze oder andere unerwünschte Keime aus, welche zwar latent in der Scheidenflora vorhanden sind, aber von den Döderlein-Bakterien in Schach gehalten werden und zu unangenehmen Symptomen wie Beissen, Brennen, Wundheit oder Veränderungen von Geruch und Konsistenz des Ausflusses führen. Ebenso kann es bei gestörter Flora zu Blasenentzündungen kommen.
Leiden Sie aktuell oder gelegentlich unter mindestens einem der oben genannten Symptome, möchte ich an dieser Stelle ein paar einfache Tipps zur Selbstbehandlung von Floraverschiebungen geben. Diese Massnahmen sind bewährt und helfen bei leichten Beschwerden gut. Spüren Sie keine Besserung innert zweier Wochen, so konsultieren Sie bitte eine Fachperson.

1. Betrachten Sie sich selbst, schauen Sie sich ihre Vulva selbst mit einem Spiegel an. Sollten Sie eine auffällige optische Veränderung (starke Rötung, Schwellung) entdecken, wenden Sie sich direkt an eine Fachperson. Sehen Sie eine leichte Rötung, veränderten Ausfluss oder keine Veränderung, versuchen Sie es mit folgenden Massnahmen:

2. Verwenden Sie beim Waschen nur pH-neutrale oder gar keine Seifen. Pflanzliche Tenside sind sehr hautfreundlich und reinigen ohne zu reizen (z.B. von amriza.ch). Benützen Sie keine Vaginalduschen. Tragen Sie luftige Unterwäsche und lockere Kleidung sowie möglichst keine Slipeinlagen.

3. Achten Sie auf warme Füsse und einen warmen Unterbauch.

4. Pflegen Sie den Intimbereich nach jedem Toilettengang mit einem neutralen Öl oder einem duftenden Öl mit Zusatz ätherischer Öle ein (z.B. von Weleda «Pflegeöl Lavendel»)

5. Der Klassiker zum Ansiedeln von Milchsäurebakterien und Wiederherstellen des sauren Schutzmantels: Benützen Sie über Nacht Joghurt-Tampons – in ein gutes Joghurt getauchte Tampons.

Fragen richten Sie gerne an:
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.sonjawunderlin.ch

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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Spesen, Gebühren und nochmals Spesen
Über dieses Thema könnte man langsam Bücher schreiben. Mich nervt die Tendenz, dass überall und immer mehr jeder Bleistiftstrich und jede Minitätigkeit in Rechnung gestellt wird. Das ist nicht nur bei den Banken so. Auch bei Handwerkern hat die Mode Fahrspesen, Kleinmengenzuschlag usw. usw. in Rechnung zu stellen teilweise Überhand gewonnen, und bei Verwaltungen kostet bald jede Bescheinigung und Anfrage. Solche Sachen machen mich allergisch. Vor allem, wenn sie einseitig und aus meiner Sicht teilweise noch unfair sind.

Ich werde alt
Eigentlich habe ich das Gefühl für mein Alter noch recht fit zu sein und hoffentlich auch (noch) nicht zu engstirnig und zu konservativ durch das Leben zu gehen. Auch bin ich absolut nicht der Meinung, früher sei alles besser gewesen. Nun bemerke ich, dass mir meine abwägende Art, mein aus meiner persönlichen Einschätzung und Sicht noch vorhandener gesunder Menschenverstand bei Anlageentscheiden oft im Wege steht. Wieso sich Gedanken machen? Es geht sowieso alles rauf und man muss nur den richtigen Trends folgen, der bezahlte Preis spielt eine nebensächliche Rolle. Ich habe in der Theorie (und in der Praxis) noch gelernt, dass es KEIN Gratismittagessen und kein Perpetuum mobile gibt. Nun plötzlich daran zu glauben, fällt mir schwer, auch wenn man damit aktuell immer mehr zum Aussenseiter wird.

Losgelöster Immobilienmarkt
Der Immobilienmarkt entwickelt sich nicht ganz so euphorisch wie der Aktienmarkt, aber die Grundtendenz ist in den letzten Jahren auch fast nur nach oben. Nicht in allen Bereichen gleich. Teilweise sehen wir Preisausreisser, welche ich bis vor kurzem für unmöglich gehalten hätte. Die Nachfrage trifft auf ein schon grösser gewesenes Angebot. Obwohl ich bei uns erkenne, dass die Breite der Nachfrage abnimmt, reicht es immer noch, das Preisniveau in stark gesuchten Teilbereichen zu halten oder weiter anzuheben. Umso stärker und länger die Preise steigen, umso weniger können sich zukünftige Käufer Immobilien noch leisten, was irgendeinmal zu einem Boomerang werden könnte. Aber sehr viel billiges Geld sucht weiter Anlagemöglichkeiten, und damit werden wir kurzfristig kaum eine Trendumkehr feststellen. Diese wird eines Tages kommen, genau wie nach dieser gefühlt nie aufhörenden Schlechtwetterphase die Sonne wieder kommen wird.

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oder rufen unter 062 871 66 96 an.

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lic. iur. Roman M. Hänggi, Rechtsanwalt
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
Salinenstrasse 25, 4133 Pratteln, Tel. 061 823 03 03
Bahnhofstrasse 92, 5000 Aarau, Tel. 062 393 03 03
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Ist die Bemerkung «Fickbullen» eine strafbare Beschimpfung?
Kürzlich hatte ich mich mit dem Fall zu befassen, dass sich ein Jugendlicher vor der Jugendanwaltschaft zu verantworten hatte, weil er eine Polizeipatrouille mit «Fickbullen» betitelt hatte, woraufhin ihn die Polizisten wegen Beschimpfung beanzeigten. In der Folge wurde er im Auftrag der Jugendanwaltschaft zu einer polizeilichen Einvernahme vorgeladen und zur Person und zur Sache befragt. Ich bin ihm dabei zur Seite gestanden und habe seine Interessen gewahrt – und dies vollkommen zu Recht, wie sich bald herausstellen sollte. Sowohl Jugendanwaltschaft als auch Polizei waren nämlich der Überzeugung, dass sich mein jugendlicher Klient mit seiner Äusserung strafbar gemacht hat. Eine Fehlbeurteilung, wie sich zeigte. Im Einzelnen:
Der Straftatbestand der Beschimpfung ist erfüllt, wenn jemand in anderer Weise (als durch üble Nachrede oder Verleumdung) durch Wort, Schrift, Bild, Gebärde oder Tätlichkeiten in seiner Ehre angegriffen wird. Somit geht es beim Tatbestand der Beschimpfung um Ehrverletzungen unter vier Augen oder analog auf dem Korrespondenzweg und um Ehrverletzungen in Form von Formalinjurien. Eine Formalinjurie – das heisst ein reines Werturteil – ist ein blosser Ausdruck der Missachtung, ohne dass sich die Aussage erkennbar auf bestimmte Tatsachen stützt, zum Beispiel Schwein, Luder, Psychopath, Halunke, Hure, Schmierlappen, Halsabschneider oder eben Fickbulle. Das Werturteil bezieht sich nicht erkennbar auf bestimmte, dem Beweis zugängliche Tatsachen. Dabei ist der Übergang zu gemischten Werturteilen fliessend. Ob ein reines oder ein gemischtes Werturteil vorliegt, muss aus dem ganzen Zusammenhang der Äusserung erschlossen werden. Bestimmte Ausdrücke wie «Dirne», «Schwein» oder «Verräter» können das eine oder das andere bedeuten. Als Beschimpfungen wurden auch Äusserungen bewertet, die sich ausdrücklich oder implizit an eine Tatsachenbehauptung anlehnten, zum Beispiel kein Ehrenmann, Produkt grösster menschlicher Schlechtigkeit, Strolchenfahrer, Hochstapler, Gauner. Auch wenn ein eigentliches gemischtes Werturteil vorliegt, kann eine Bestrafung wegen Beschimpfung in Frage kommen, wenn sich die Bewertung erwiesener oder für wahr gehaltener Tatsachen nicht im Rahmen des sachlich Vertretbaren hielt.
Voraussetzung für die Strafbarkeit wegen Beschimpfung ist das Vorliegen eines relevanten Eingriffs in die Ehre, das heisst der Vorwurf eines unehrenhaften Verhaltens. Nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung beschränkt sich der strafrechtliche Schutz der Ehrverletzungsdelikte auf den menschlich-sittlichen Bereich. Geschützt wird (allein) der Ruf, ein ehrbarer Mensch zu sein, das heisst, sich so zu benehmen, wie nach allgemeiner Anschauung ein charakterlich anständiger Mensch sich zu verhalten pflegt. Den Tatbestand erfüllen danach nur Behauptungen sittlich vorwerfbaren, unehrenhaften Verhaltens. Äusserungen, die geeignet sind, jemanden in anderer Hinsicht, zum Beispiel als Geschäfts- oder Berufsmann, als Politiker oder Künstler, in seiner gesellschaftlichen Geltung oder sozialen Funktion herabzusetzen, sind demgegenüber nicht ehrverletzend, solange die Kritik nicht zugleich die Geltung als ehrbarer Mensch trifft.
Die Äusserung «Fickbullen» meines jugendlichen Mandanten wäre nach dem Gesagten zwar durchaus geeignet gewesen, den Polizisten in seiner menschlich-
sittlichen Geltung herabzusetzen und ihn in seiner Ehre zu verletzen. Allerdings richtete sich seine inkriminierte Äusserung nicht gegen einen bestimmten Polizisten, sondern allgemein gegen Ordnungshüter. Äusserungen gegen Polizisten als Behörde bzw. Staatsgewalt sind aber nicht ehrverletzend, da der Staat rechtlich nicht beleidigungsfähig ist. Die Jugendanwaltschaft konnte also letztlich nicht anders, als das Verfahren gegen meinen jugendlichen Klienten zähneknirschend einzustellen.
Dieses Beispiel zeigt, dass es durchaus Sinn macht, schnell und frühzeitig juristische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dennoch möchte ich es an dieser Stelle nicht unterlassen, darauf hinzuweisen, dass ich solche pauschalen Äusserungen gegenüber Polizisten für verfehlt und unangebracht halte, auch wenn sie im Endeffekt, wie im konkreten Fall, straflos bleiben. Es ist zu hoffen, dass zumindest das Strafverfahren an sich eine gewisse erzieherische Wirkung auf meinen jugendlichen Klienten gezeitigt hat.

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