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Aargau: Energieversorgungslage ist stabil – Task Force Versorgungsicherheit wird aufgelöst

(pd) Aufgrund der seit längerer Zeit stabilen Lage bei der Energieversorgung hat der Regierungsrat des Kantons Aargau beschlossen, die Task Force Versorgungssicherheit aufzulösen und deren Aufgaben in den Regelstrukturen der kantonalen Verwaltung fortzuführen.

Die Task Force wurde im August 2022 ins Leben gerufen, um auf eine mögliche Strom- und Gas-Mangellage zu reagieren, entsprechende Planungsgrundlagen zu erarbeiten und Massnahmen zu koordinieren.
Die Analysen und Eventualplanungen der Task Force Versorgungssicherheit sind weitgehend abgeschlossen und die Lageentwicklung zur kurzfristigen Versorgungssicherheit mit Strom und Gas hat sich insgesamt gegenüber dem Jahr 2022 entspannt. Dazu tragen insbesondere die gute Verfügbarkeit von Strom- und Gas sowie die normalen Wetterverhältnisse im aktuellen Winter 2024/2025 bei. Da das Risiko einer Strom- und Gas-Mangellage gemäss der aktuellen Lagebeurteilung des Bundes sowie des Kantons Aargau vorerst gering erscheint, hat der Regierungsrat beschlossen, die seit August 2022 im Einsatz stehende Task Force Versorgungssicherheit aufzulösen. Der Regierungsrat wird weiterhin regelmässig mit einer Lagebeurteilung zur Versorgungslage informiert. Diese kontinuierliche Überwachung sowie die Umsetzung der kantonalen Strategie energieAARGAU bleiben zentrale Anliegen des Kantons Aargau, können aber im Rahmen der regulären Strukturen und Prozesse der kantonalen Verwaltung bewältigt werden.
Landstatthalter Stephan Attiger, Vorsteher des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU), dankt allen Beteiligten für ihren Einsatz: "Die Task Force Versorgungssicherheit hat in einer herausfordernden Zeit hervorragende Arbeit geleistet. Dank der gemeinsamen Anstrengungen konnten wir die Versorgungssicherheit im Kanton Aargau gewährleisten und gleichzeitig einen Beitrag zur nationalen Energiespar-Alliance leisten. Die erfolgreiche Arbeit der Task Force zeigt, wie wichtig eine koordinierte und entschlossene Reaktion auf Krisensituationen ist. Wir werden die Versorgungslage weiterhin genau beobachten, um bei Bedarf schnell reagieren zu können."

Task Force kann jederzeit wieder einberufen werden
Die Task Force wurde im August 2022 eingerichtet, um auf die damals erhöhte Wahrscheinlichkeit einer Strom- und Gas-Mangellage zu reagieren. Sie befasste sich systematisch und umfassend mit den möglichen Auswirkungen einer drohenden Energie-Mangellage auf den Kanton Aargau und erarbeitete entsprechende Eventualplanungen. Miteinbezogen wurden dabei die kantonalen Wirtschaftsverbände und Arbeitnehmendenorganisationen, die Gemeinden und ihre Regionalen Führungsorgane (RFO), die Energieversorgungsunternehmen des Kantons sowie weitere wichtige Akteure.
Sollte zukünftig eine Situation eintreten, welche die Versorgungssicherheit gefährdet, kann der Regierungsrat die Task Force jederzeit reaktivieren. Langfristig erhöhen die Abschaltung von thermischen Kraftwerken (Kernenergie in der Schweiz ab 2032, Kohle- und Kernkraft im Ausland) das Risiko einer Strommangellage. Ein geregelter Austausch mit dem grenznahen Ausland bleibt essenziell. Die Unternehmen und die Bevölkerung werden weiterhin dazu aufgerufen, einen bewussten und sparsamen Umgang mit Energie zu pflegen und damit einen Beitrag zu einer stabilen Versorgung zu leisten. "Es ist im Interesse von uns allen, Effizienzmassnahmen weiter voranzutreiben – unabhängig vom Risiko einer Energie-Mangellage, sondern auch mit dem Ziel, die klimapolitischen Ziele von Bund und Kanton zu erreichen", erinnert Landstatthalter Stephan Attiger.